Töten! Vernichten! Zerstampfen! – King of Tokyo

King of Tokyo Spiel

Cyber-Bunny und Gigasaur toben sich in Tokyo aus.

Du wolltest schon immer mal auf der bösen Seite stehen? Das Über-Monster sein? Dann zeig deinen Mitspielern in King of Tokyo, was du kannst.

Durch taktisches Würfeln kannst du hier zeigen was in dir steckt. Kniffeln für Fortgeschrittene. So könnte man den Spielmechanismus gut nennen.

Zum Spiel
Zu Beginn wird ein Plan von Tokyo ausgelegt (bei 5 und 6 Spielern gibt es auch noch Tokyo Bay) und jeder Mitspieler bekommt einen Papp-Aufsteller. Er repräsentiert im Spiel, welches Monster du bist. Zudem hat jeder den entsprechenden Anzeiger vor sich ausliegen, auf dem Lebendpunktanzeige und Ruhmespunktanzeige zu sehen sind. Zu Beginn hat jeder 10 Lebenspunkte und 0 Ruhmespunkte. Jetzt nur noch die Würfel bereitlegen, die Karten mischen, als Nachziehstapel bereit legen und drei offen neben den Spielplan legen und es kann los gehen.

Spielziel ist es, 20 Ruhmespunkte zu bekommen oder als letztes Monster zu überleben und somit Tokyo in Schutt und Asche zu legen.

Im Uhrzeigersinn ist jeder an der Reihe und kann die sechs Würfel rollen lassen. Zwei mal darf nachgewürfelt werden. Nach dem letzten Wurf werden die Ergebnisse der Würfel ausgeführt und wenn du genug Energie hast, kannst du dir noch eine Karte kaufen, die dir dauerhaft oder einmalig einen Bonus beschert.

Zu den Würfeln

Ruhmespunkte:
Hast du einen Drilling, bekommst du Ruhmespunkte.
3 x 1: einen RP
3 x 2: zwei RP
3 x 3: drei RP

Jeder weitere bringt dir einen Extra-Ruhmespunkt. Beispiele: 4 x 3 = 4 RP, 4 x 1 = 2 RP

Energie
Für jeden Blitz darfst du dir einen Energiebrocken nehmen. Die brauchst du, um dir ausliegende Karten zu kaufen oder die Auslage für zwei Energie komplett auszutauschen.

Angriff
Jede Tatze ist ein Schadenspunkt, den du einem anderen Monster zufügen kannst. Ist kein Monster in Tokyo, verursachst du bei keinem Monster schaden, musst deine Figur nach Tokyo stellen und dir dafür einen Ruhmespunkt nehmen. Ansonsten ist jede Tatze ein Schadenspunkt für alle Monster, die nicht am selben Ort stehen wie du. Also verursachen alle Monster in Tokyo bei allen außerhalb Schaden und umgekehrt. Das bedeutet, dass die anderen ihre Lebenspunktanzeige entsprechend runterdrehen müssen. Hat ein Monster keine Lebenspunkte mehr, scheidet es aus dem Spiel aus.

Für die Monster in Tokyo gilt:
Sobald sie Schaden erlitten haben, dürfen sie Tokyo verlassen (hier darf man sich nicht heilen, weshalb das manchmal die bessere Entscheidung ist). Schafft man es bis zu seinem nächsten Zug noch in Tokyo zu stehen, darf man seine Ruhmespunktanzeige um zwei erhöhen.

Für Monster außerhalb Tokyos gilt:
Verursachst du bei den Monstern in Tokyo Schaden und mindestens eins der Monster dort entscheidet sich, Tokyo zu verlassen, musst du dein Monster nach Tokyo stellen. Vorsicht: Heilen ist hier nicht möglich.

Heilen
Außerhalb von Tokyo kannst du gewürfelte Herzen nutzen, um Lebenspunkte zurück zu erhalten. Dabei kannst du nicht über das Maximum von 10 LP kommen, es sei denn, eine Karte, die du dir gekauft hast erlaubt dies ausdrücklich.

Karten kaufen
Hast du die auf der Karte aufgedruckte Anzahl an Energie gesammelt, darfst du dir eine oder mehrere der ausliegenden Karten nehmen und entweder vor dir auslegen, um den dauerhaften Vorteil zu nutzen oder auf den Ablagestapel legen, um den einmaligen Nutzen der Karte zu erhalten. Die entsprechende Anzahl an Energie gibst du in den allgemeinen Vorrat zurück, führst eventuell den Karteneffekt aus und das nächste Monster ist an der Reihe. Nur, weil ihr Monster seid, heißt das nicht, dass alle durcheinander brüllen. Immer schön der Reihe nach.

Spielende
Hast du es geschafft, 20 RP zu sammeln, bevor das ein anderes Monster geschafft hat, gewinnst du das Spiel.

Ist außer dir kein anders Monster mehr im Spiel, gewinnst du das Spiel.

King of Tokyo

Eine 6-Spieler-Partie King of Tokyo

Fazit
Kniffeln macht keinen Spaß. Monster sein dagegen sehr. Das Thema überwiegt bei diesem kurzen taktischen Spiel auf jeden Fall und es macht wirklich großen Spaß das Über-Monster zu werden. Nicht zu Unrecht hat King of Tokyo den golden geek 2012 bestes Familienspiel, bestes Partyspiel und bestes Kinderspiel, sowie den dice tower gaming award best family game 2011 bekommen.

Als Absacker ist es für Vielspieler, wie für Familien sehr gut geeignet und es lädt auf jeden Fall zu einer Revanche ein. Man muss Kraken und Cyber-Bunny einfach mal zeigen, wo der Hammer hängt!


King of Tokyo
Spieler: 2 – 6
Dauer: 30 Minuten
Autor: Richard Garfield
Verlag: iello/ Heidelberger Spieleverlag

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2 Kommentare

  1. Ein schnelles, witziges und toll illustriertes Spiel für Zwischendurch. Eine absolute Empfehlung also. Was wir allerdings des Öfteren festgestellt haben ist, dass einige Karten, die man für Energie kaufen kann, als schlecht empfunden wurden und so die Auslage in manchen Spielen nie ausgetauscht und somit auch keine Karte gekauft wurde. Daher haben wir einfach einige dieser Karten aussortiert. Da das Spiel mehr als genug Karten enthält, merkt man das auch überhaupt nicht.
    Allerdings sollte man vom Kauf der Fortsetzung „King of New York“ absehen. Wir haben sie auf der Spielemesse in Essen gespielt und nach 15 Minuten abgebrochen.

  2. Pingback:Vier mal gehen wir noch ins Bett… Wunschzettel Familienspiel (Teil Drei) | freispiel

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