Du und wieviele von Deinen Freunden? Koop Wunschliste (Teil zwei)

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Die Legenden von Andor. Copyright Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG

Weiter gehts, das Christkind wartet ja auch nicht. Meins ist es ja nicht unbedingt, wenn es nicht wirkllich schwer zu schlagen ist. Aber spätestens seit Pandemie (2007) ist kooperatives Spiel ein anhaltender und nach wie vor wachsender Trend unter Viel- wie Gelegenheitsspielern. Klarer Vorteil: In der Familie lassen sich problemlos alle Altersgruppen an einen Tisch bringen. Hier unsere Top Five für den Gabentisch.

  1. Battlestar Galactica: Ja ja ja, ist ja kein Koop. Stimmt. Es ist das, was uns wirklich am kooperativen Spiel reizt. Semi-Koop. Inklusive der Möglichkeit, dass man evtl. komplett koop startet. Am Ende haben wir auf jeden Fall Verräter. Am Anfang? Vielleicht. Wer schon immer mal auf einen Abend gewartet hat, an dem er seinen besten Freunden keinen Schritt weit traut, sollte dieses Spiel spielen. Großartig. Mit der dritten Erweiterung auch endlich komplett abgeschlossen. Kostenlose Lektion in Marketing obendrauf: Man braucht keine der Erweiterungen (abgesehen von den Fähigkeitskarten), aber alle haben das eine oder andere Modul, das das Grundspiel bereichert. Schweine. Na ja, mein Geld haben sie ja schon. Und nach der ersten Partie habe ich die TV-Serie (Original und Remake) gesehen, weil alle Mitspieler sagten, die fühle sich an wie das Spiel. Sie hatten recht. Spielt es, schaut die Serie.
  2. Arkham Horror: Kann sein, dass alle recht haben und Eldritch Horror das bessere Arkham Horror ist, aber das habe ich noch nicht gespielt. Arkham Horror lebt von der hervorragenden Umsetzung des Gefühls (Fantasy Flight Games kann das irgendwie gut) lovecraftscher Horrorliteratur ins Spiel. Oh, und es ist neben Robinson Crusoe wohl das komplexeste Koop am Markt. Kooperatives Spiel braucht ja auch eine Herausforderung, wenn die Mitspieler schon ausnahmsweise keine Gegenspieler sind. Und mal ehrlich: Egal wie gut Dein ständiger Schach-Angstgegner ist: Ist er schlimmer als Cthulhu? Na also.
  3. Der Herr der Ringe – Das Kartenspiel: Dass ein Living Card Game es schaffen würde, ernsthaft ins kooperative Marktsegment einzugreifen, war für uns eine echte Überraschung. Konzipiert für zwei Spieler und atmosphärisch dicht, lädt es zu der intensivsten spielerischen Reise nach Mittelerde ein, die mir bekannt ist. „Der Ringkrieg“ braucht leider einen festen Spielpartner, um wirklich aufzuleben. Dieses LCG ist übersichtlich genug, um es vergleichsweise schnell neuen Spielpartnern beibringen zu können. Der Reiz, Gollum mit einem rein blau/roten Deck, einem Adlerdeck oder was auch immer zu jagen, ist groß. Im Moment versuchen wir, den Zwergenbinge-Zyklus mit einem reinen Zwergendeck anzugehen, das letzte Hindernis ist die Flamme von Udun (der Balrog), und dann geht es flugs weiter mit dem „Gegen den Schatten“-Zyklus. Eintauchen in Mittelerde? Wenn, dann hier.
  4. Space Alert: Keine Ahnung, warum das hier gelandet ist. Es gibt so viele kooperative Spiele, die hinsichtlich Komplexität und Herausforderung Chvátils einzigem Koop in nichts nachstehen. Wahrscheinlich, weil die Idee, die Spieler in Echtzeit in den Überlebenskampf zu schicken, damals wirklich neu war (heute oft genug kopiert wie in Escape oder so manchem Zombiesurvival). Wahrscheinlich auch, weil einfach mehr schiefgehen kann, als man anfangs erwartet. Irgendwie ein Klassiker. Bei uns nicht oft gespielt, dennoch liebgewonnen. Einer der ganz wenigen großen Würfe Vlaada Chvátils. (Kommt doch, ihr Chvátilanbeter! 😀 )
  5. Pandemie: Korrekt. Kein Andor. Kein Panic Station. Kein Robinson Crusoe. Einfach nur Pandemie. Der Gründe sind zweierlei, beide simpel und einleuchtend: Erstens hat Pandemie die Idee des kooperativen Spiels einer breiten Spielerschaft zugänglich gemacht. Ähnlichen Erfolg hatte vorher wohl nur Obstgarten von HABA und das ist für Dreijährige gedacht. Zweitens hat es den wohl besten, weil erbarmungslosesten Feind aller Spiele. Orks? Kopf ab! Zombies? Kopf ab! Sturmflut und Hunger? Berg suchen, draufklettern, Beeren fressen. Ich meine, sogar die Borg (Star Trek) haben leider irgendwann ihren Schrecken verloren, weil sie eine Identität und damit Moralvorstellungen bekamen. Aber ein absolut gewissenloser Killer, der keinerlei Unterschied zwischen Opfer A und Opfer B erkennt, es nicht einmal als „Opfer“ wahrnimmt, sondern nur als Lebensraum? Großartig. Du kannst nichts machen. Du kannst den Feind nicht einmal mit bloßem Auge sehen. Pandemie ist nicht schwer zu schlagen, Pandemie ist nicht sehr komplex. Aber Pandemie hat den ultimativen Bösewicht. Darth Vader und Sauron sind Kindergartenbullies – verglichen mit dem Virus.

Erwähnenswerte weitere Spiele:

  • Panic Station
  • Die Legenden von Andor
  • Eldritch Horror
  • Die verbotene Insel
  • Flashpoint – Flammendes Inferno

Einverstanden? Nicht? Teilt uns Eure Meinung mit. Warum sollten hier 1-5 andere Spiele stehen?

Bis dahin:

Weiterspielen!

 

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5 Kommentare

  1. Ein weiteres gutes Koop-Spiel ist „Die Zwerge“. Vor allem der Mechanismus, mit dem sich dort die Armeen, die man bekämpfen muss, über den Spielplan bewegen und die Landschaft immer mehr in totes Land verwandeln, ist sehr gelungen.

  2. Pingback:Nichts für zwischendurch: Top Ten Vielspielerspiel | freispiel

  3. Space Alert ist mein Lieblings Koop nicht zuletzt weil es Echtzeit ist. Denn auf einmal kann der große Bestimmer am Tisch nicht mehr alles machen sondern jeder am Tisch ist für etwas zuständig. Manch einer mancht mehr einer anderer weniger. Aber wenn jemand aus der Reihe uns seine Aufgabe nicht ernst nimmt gefärdet das die ganze Crew!

    Danach kommt dann Arkamm Horror und Robinsion Cruso weil es so verdammt schwer sein kann. Für Familien oder einfach so zum lockeren Spielen dann Pandemie und Die Legenden von Andor…

    Und nächstes Jahr kommt mit Xcom vielleicht ein weiteres gutes Koop Spiel auf uns zu.

    • Ja, Robinson Crusoe…
      Das ist nach wie vor auf meinen Top Ten zum Thema „Muss beizeiten mal gespielt werden.“ Da ich selbst echt nicht der größte Koopfreund bin, kommen immer wieder andere Spiele und verdrängen es…

      • Spiele es max. zu zweit. Ist mehr so ein Koop solospiel. Zu zweit ist gut denn zwei Augen sehen besser als eins. Mehr nervt dann aber auch. Mag so Koop solo Spiele ich eigentlich nicht aber mich hat die Atmosphäre begeistert. Die Regeln sind aber auch… egal. Ich spiele es gern ist aber extrem subjektiv das Spiel kann auch total floppen.

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