Die Portale von Molthar

Der Schwarzmagier Ulfried hat Molthar in Dunkelheit gelegt. Als Helden, die diesen zu besiegen  planen, kommt ihr in das Haus eines Zauberers. Darin findet ihr verschiedene Portale, die nach Molthar führen. Du musst magische Perlen sammeln und Wesen an dich binden. So kannst du deine Macht stärken, um dich der Prophezeiung, du seist der Held, der Molthar befreit, als würdig zu erweisen. Wer zuerst zwölf Machtpunkte errungen hat, ist der wahre Auserwählte.

Vorbereitung
Es gibt in „Die Portale von Molthar“ 56 Perlenkarten mit den Werten 1-8 und 54 Charakterkarten. Diese werden getrennt voneinander gemischt und als Stapel in die Tischmitte gelegt. Vier Perlenkarten werden offen nebeneinander ausgelegt, ebenso zwei Charakterkarten. Es wird im Uhrzeigersinn gespielt, Spieler für Spieler. Zudem gibt es ein Portal für jeden Spieler, das er vor sich ablegt.

Spielablauf
Der Spieler, der an der Reihe ist, hat drei Aktionen und kann für diese aus vier Möglichkeiten wählen:

  1. Eine Perlenkarte auf die Hand nehmen
    Perlenkarten

    Perlenkarten

    Eine der vier offenen Perlenkarten auf die Hand nehmen oder die oberste Karte des Nachziehstapels ziehen. Es wird sofort nachgefüllt. Wird hierbei ein Tauschsymbol aufgedeckt, werden die offenliegenden Charakterkarten umgehend auf den Ablagestapel gelegt und es wird nachgefüllt

  1. Alle vier offenen Perlenkarten entfernen und ersetzen
  1. Eine Charakterkarte auf sein Portal legen
    Eine der beiden offen ausliegenden Charakterkarten oder die oberste Karte des Nachziehstapels auf sein Portal legen. Auf einem Portal können sich höchstens zwei Charakterkarten befinden. Zieht der Spieler eine dritte, so muss er sich zuvor entscheiden, welche der ausliegenden er entfernt und auf den Ablagestapel legt. In der Tischmitte müssen danach wieder zwei Charaktere zur Auswahl liegen.
  1. Einen Charakter aktivieren
    Will ein Spieler einen Charakter aktivieren, so muss er eine bestimmte Kombination aus Perlenkarten aus seiner Hand ausspielen. Diese Kombination steht auf jeder Charakterkarte am oberen Rand. Die Perlenkarten kommen auf den Ablagestapel und der aktivierte Charakter kommt um 180° gedreht rechts neben das Portal des Spielers.

Aktivierte Charaktere geben:

  • Zwischen null und fünf Machtpunkten,
  • Diamanten, die sich der Spieler sofort vom Zugstapel nimmt (Rückseite der Charakterkarten).
    Diamant
    Hat ein Spieler keine passende Perlenkarte, kann er mit Hilfe eines Diamanten den Wert einer Perle um eins erhöhen.
  • oder spezielle Fähigkeiten. Rot bedeutet hierbei einmalig, blau dauerhaft.

Beispiele für eine einmalige Fähigkeiten: drei weitere Aktionen, Karte eines Mitspielers klauen, ausgespielte Perlenkarte auf die Hand nehmen
Beispiele für dauerhafte Fähigkeiten: 1er Perlenkarten können jeden Wert von 1 bis 8 annehmen, Handkartenlimit +1, eine weitere Aktion

Die Reihenfolge der Aktionen ist dem Spieler überlassen, ebenso, wie oft er sie innerhalb seiner drei Aktionen auswählt.
Am Ende seines Spielzuges darf ein Spieler nicht mehr als fünf Handkarten halten. Überzählige kommen auf den Ablagestapel.
Nach den drei Aktionen ist der nächste Spieler an der Reihe. Wer zuerst 12 Machtpunkte gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Fazit
meepelchen: Die Portale von Molthar ist für mich ein klassischer Absacker. Das Spiel ist schnell vorbereitet; neben den zwei Kartenstapeln wird kein weiteres Material benötigt. Durch die vier einfachen Aktionsmöglichkeiten und da nur drei Aktionen ausgeführt werden dürfen, ist die Wartezeit gering. Die Tatsache, dass man nur zwei Charaktere reservieren darf und dass es eine Aktion kostet, diese auszutauschen, lohnt es mancher Überlegung, einen Charakter wirklich zu sich zu nehmen, auch wenn seine Fähigkeit bestechend gut ist. Durch die verschiedenen Fähigkeiten der einzelnen Charaktere kommt das Spiel nämlich erst richtig in Schwung. Anfangs ist man gut damit beschäftigt, die richtigen Perlen zu sammeln. Doch hat man erstmal ein paar Charaktere, wie zum Beispiel einen der sieben Zwerge, die jeder einen Wert zwischen eins und sieben hat oder Rotkäppchen, dass eine zusätzliche Aktion pro Runde erlaubt, geht das Spiel mit großen Schritten voran und man kann schon fast seinen Namen in die Hall of Fame eintragen. Wären da nicht die anderen Spieler, die es auch geschafft haben den einen oder anderen Charakter an sich zu binden.

Nudelsuppe3000: Disclaimer: Ich habs nur einmal gespielt. Also vielleicht ist meepelchens Meinung fundierter. Ich werds leider wohl nicht mehr spielen können, weil ich immer das Gefühl habe, ich könnte meine Zeit auch besser veplempern. An die Wand gucken, zum Beispiel. Meine einzige Partie Portale von Molthar habe ich spielend gewonnen, obwohl ich nicht das Gefühl hatte, irgendwie Einflussauf das Geschehen zu haben. Ich hatte das Glück, mit den richtigen Perlen zu starten, um ab Runde zwei eine Aktion mehr zu haben, während die anderen zwar tolle Charaktere reserviert hatten, diese aber nicht aktivieren konnten, weil die richtigen Zahlenkarten einfach nie auftauchten… Thema und Story existieren im Spiel auch überhaupt nicht. In der Spielregel schon, im Spiel spürt man davon nichts. Keine Magie, keine Portale, kein gar nichts. Eine langweilige Patience für bis zu fünf Spieler, wenn ihr mich fragt.

Alter: Ab 10 Jahren
Dauer: 45 Minuten
Spieler: 2-5 Personen
Autor: Johannes Schmidauer-König
Illustration: Dennis Lohausen
Verlag: Amigo

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