Colony Alspach Bezier

Zombie 15′

Zombie 15'

Zombies über Zombies über Zombies…

Nach dem dritten Szenario können wir uns auch hierüber mal auslassen. Zombie 15′ ist ein kooperatives Spiel, in dem es darum geht, in den titelgebendenden 15 Minuten die im Titel erwähnten Zombies zu überlisten. Bzw. zu erschlagen. Ja, darauf läuft es meist hinaus. Das Timing wird dabei mittels eines Soundtracks gesteuert, wie man ihn aus Escape von Queen Games kennt. Zombie 15′ erzählt die Geschichte einiger Jugendlicher, die inmitten der Zombieapokalypse auf sich allein gestellt zu überleben versuchen. Das Spiel kommt mit einem dicken Szenariobooklet, das die aufeinander aufbauenden Szenarien vorstellt und vor allem deren aufwendigen Aufbau erklärt. Ist alles aufgebaut, schmeißen wir die CD an und auf geht es ins Chaos. Die Spieler sind reihum dran und wer am Zug ist, kann sich bewegen, seinen gegenwärtigen Standort nach Nützlichem oder Notwendigen durchsuchen oder die hier herumlungernden Zpmbies aus dem Weg räumen.
Jeder Charakter kann einen leichten, einen schweren und einen zusätzlichen Gegenstand herumtragen, was üblicherweise Waffen, Schutzausrüstung oder Medizin sind. Letztere brauchts, weil die Zombies gerne zurückbeißen, was Lebenspunkte kostet. Sinkt man auf Null müssen die Mitspieler einen aufheben und mitschleppen, was beinahe zwangsläufig die Niederlage bedeutet, weil der bewußtlose keine Aktionen beisteuert. Der Soundtrack sorgt dabei für immer neue Zombiewellen auf dem Spielplan, was die Spieler gehörig unter Druck setzt.
Wir waren nach der ersten Partie von dem frischen Ansatz begeistert, nach der dritten gelangweilt, weil -zumindest bislang- jedes Szenario bedeutet, von A nach B zu laufen und sonst nichts. Immerhin mussten wir im Dritten Spiel vorher den Schlüssel finden, der den Ausgang aufsperrt. Yay. Abwechslung geht anders. Nimmt man hinzu, dass der Szenarioaufbau fünf bis zehn Minuten dauert und das Spiel nach fünfzehn weiteren unweigerlich vorbei ist, nimmt es nicht wunder, dass wir irgendwie enttäuscht sind. Wenn mal Zeit ist, spielen wir vielleicht weiter. Wann das sein mag, steht allerdings in den Sternen.

Stone Age Junior

Stone Age Junior

Nochmal Spiel des Jahres. Diesmal der Kinderpreis. Dazu lässt sich eigentlich nicht viel sagen. Letztlich ist es ein für kleine Kinder heruntergebrochenes Stone Age, in dem es immer noch darum geht, Hütten für unsere Steinzeitfamilie zu errichten, indem wir bestimmte Rohstoffkombinationen dafür nutzen. Der Personaleinsatz des großen Bruders wird hier durch eine im Kreis durch die Produktionsstätten wandernde Figur ersetzt und auf den würfelgesteuerten Produktionsprozess wird komplett verzichtet. Stattdessen wird einfach eingesammelt, was am aktuellen Ort herumliegt. Der Würfelaspekt des Originals wird dabei durch eine Memorykomponente ersetzt, die die Zugweite der Figur steuert. Ein wirklich nettes Kinderspiel, dass meines Erachtens nach ein bißchen mehr Langzeitmotivation bieten dürfte als der bis zur Preisverleihung als Favorit gehandelte Konkurrent:

Leo muss zum Friseur

Leo muss zum Friseur

Bildrechte liegen bei ABACUS

Auch hierbei handelt es sich offenbar um ein Kinderspiel. Leo, der Löwe sollte sich dringend mal wieder die Mähne schneiden lassen, aber das ist gar nicht so einfach, weil der Friseur am anderen Ende des Dschungels wohnt und auf dem Weg dahin irre viele Freunde von Leo rumhängen, mit denen er sich immer wieder festquatscht. Das kann dann leider so lange dauern, dass Leo nicht rechtzeitig vor Ladenschluss ankommt, was bedeutet, dass seine Mähne weiter wächst. Die liegt in mehreren Puzzleteilen bereit, um nach jeder verlorenen Runde an die Leopappfigur gebastelt zu werden. Ist die Mähne komplett, haben die Spieler verloren. Um das zu vermeiden, gilt es, Leo kooperativ mittels Bewegungskarten entlang des Dschungelpfads zu bewegen, der aus einzelnen, verdeckten Plättchen besteht. Betritt die Spielfigur ein Plättchen wird es aufgedeckt und mit der gespielten Karte verglichen. Stimmen Plättchnen in Farbe und Bild überein, hält Leo ein Schwätzchen und verliert so wertvolle Zeit. Anschließend wird das Plättchen wieder umgedreht. Nach der einer Niederlage werden die Karten neu gemischt, der Pfad bleibt aber bestehen. So gilt es, sich über mehrere Runden den Pfad gut einzuprägen, um Leo beim nächsten gezielt an seinen Trödelecken vorbeizulotsen, damit er es rechtzeitig zum Friseur schafft.

Seafall

Seafall Spiel

Nun haben wir endlich unser eigenes Seafall! Bisher haben wir leider nur den Prolog spielen können, den wir ja schon aus Essen kannten. In Seafall gilt es, die bisher unbekannte See zu erkunden und die eigene Provinz beim Ausbeuten der auf den vorgefundenen Inseln angetroffenen einheimischen Bevölkerung friedlichen Kolonisieren und Handeln besser dastehen zu lassen als die der Konkurrenz. Zu diesem Zwecke gilt es mit zwei Aktionen pro Runde die eigenen Schiffe von Insel zu Insel schippern zu lassen, dort Waren ein- und im Heimathafen zu verkaufen, die eigene Flotte sowie den eigenen Hafen auszubauen und die Inseln mittels eines „Geschichtenheftchens“ im Stil von „Oben und Unten“ zu erkunden. Da es sich bei Seafall um eines der so arg im Trend liegenden Legacy-Spiele handelt, verändert sich hierbei das Spielbrett immer wieder dauerhaft, ebenso die Spielertableaus und die Regeln. Wir sind sehr gespannt darauf, wie es weitergeht, wenn das Spiel mit der nächsten Partie „richtig“ beginnt. Pandemic Legacy hatte uns immerhin enorm gefesselt, obwohl wir Pandemie eigentlich gar nicht mögen.

First Class

First Class Spiel

Dieser Neuzugang aus dem Hause Hans im Glück entführt uns einmal mehr in die Zeit der Eisenbahnpioniere. Es gilt, den eigenen aus Waggonkarten bestehenden Zug zu optimieren, mittels der hindurchlaufenden Schaffner zu punkten, nebenher eine möglichst weite Strecke zu befahren, um deren Punkte und Boni einzuheimsen und, je nach gespieltem Modul (von denen, der Abwechslung halber gleich mehrere dem Grundspiel beiliegen) Passagiere zu versorgen oder auch mal einen „Mord im Orient-Express“-artigen Kriminalfall zu lösen. First Class ist für HiG-Verhältnisse eher ein Schwergewicht, auch wenn es sicher nicht mit Ohleys vorherigem Eisenbahnmammutwerk „Russian Railroads“ mithalten kann. Ein anspruchsvolles Familienspiel mit Tiefgang, Abwechslung und hochwertigem wie durchdachtem Material.

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